ESGE
BNP Paribas Easy CAC 40 ESG UCITS ETF
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
BNP Paribas Easy CAC 40 ESG UCITS ETF (ESGE) bildet den Index CAC 40 ESG ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von BNP Paribas. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: ESGE eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in FR domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.25 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 1.2B. Über fünf Jahre erzielte der Fonds durchschnittlich 7.7 % pro Jahr, gegenüber 14.6 % über drei Jahre. Er ist für den französischen PEA zugelassen und kann ebenso im Depot oder Wertpapierkonto gehalten werden. Das Risiko wird als medium eingestuft. Aufgelegt am 2005-01-14, wird der Fonds in EUR geführt und weist 21 Jahre Historie auf. Es handelt sich um einen UCITS-Fonds: Er folgt dem europäischen Rahmen für Streuung, Liquidität und Vermögenstrennung. Da ESGE ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in FR bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Die laufenden Kosten von 0,25 % setzen diesen Fonds auf Platz 138 von 225 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,19 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 25 € im Jahr und 250 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.
Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von CAC 40 ESG tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,25 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.
Der Fonds ist in FR domiziliert und liegt damit außerhalb der beiden üblichen Domizile europäischer ETFs. Vor dem Kauf sind drei Punkte zu prüfen: ob der Broker ihn führt, denn ein Fonds außerhalb der üblichen Plätze ist nicht immer über ein europäisches Konto handelbar; welche Quellensteuer der Fonds auf erhaltene Dividenden trägt, denn sie folgt den Abkommen von FR und nicht denen Ihres Landes; und wie Ihre Finanzverwaltung diesen Fonds behandelt, was von der Behandlung eines irischen Fonds auf denselben Index abweichen kann.
Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.
Mit 1,2 Milliarden Volumen und 21 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von CAC 40 ESG, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
CAC 40 ESG wendet einen außerfinanziellen Filter an, und zuerst ist zu klären, welchen: ein bloßer Ausschluss einiger Aktivitäten lässt ein Portfolio sehr nahe am Ausgangsindex, während eine Auswahl der besten Sektornoten einen großen Teil aussortiert. Beide tragen oft ähnliche Namen. Zwei praktische Folgen: die Abweichung vom breiten Index wird gewollt und kann Jahre dauern, und die Bewertung stammt von einem Anbieter, dessen Methode sich ändert, sodass sich die Zusammensetzung verschiebt, ohne dass eine öffentliche Regel sich bewegt hat. Die Ausschlussliste steht im Prospekt, und nur dieses Dokument bindet.
Über ein Jahr zeigt der Fonds 12,7 % und über fünf Jahre 7,7 % annualisiert, zwei nahe Zahlen, was die gewöhnlichste und am wenigsten aussagekräftige Konstellation ist: sie besagt nicht, dass der Fonds gleichmäßig läuft, nur dass die gewählten Anfangs- und Endpunkte sich ähneln. Diese Zahlen mit einem anderen Fonds zu vergleichen ergibt nur bei gleichem Index Sinn; sonst ist es ein Indexvergleich im Gewand eines Fondsvergleichs.
0.25%
1.2B
1,203M EURMittel
148
Physisch
Ausschüttend
EUR
FR
CAC 40 ESG
BNP Paribas
2005-01-14 (21 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 1.2B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.25 % entspricht dem Marktdurchschnitt (~0,35 %).
Track Record
Aufgelegt 2005-01-14, hat dieser Fonds 21 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Mittleres Risiko, gutes Rendite-Risiko-Verhältnis für einen Horizont von 5+ Jahren.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | +1.0% |
| 3 Monate (gesch.) | – | +3.0% |
| 6 Monate (gesch.) | – | +6.2% |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | +5.1% |
| 1 Jahr | +12.7% | +12.7% |
| 3 Jahre | +14.6% | +50.3% |
| 5 Jahre | +7.7% | +44.8% |
| Seit Auflegung (21y) | +11.6% | +909.1% |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
So kaufen Sie diesen ETF
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Über diesen ETF
Der BNP Paribas Easy CAC 40 ESG UCITS ETF bildet den CAC 40 ESG-Index nach. Er wird von BNP Paribas mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in EUR denominiert und in FR domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.25 %.
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Häufige Fragen
Was kosten die 0,25 % laufenden Kosten von ESGE wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 2.50 € im Jahr und etwa 25 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Ist ESGE wirklich gestreut?
Weniger, als die Zahl der Positionen vermuten lässt. CAC 40 ESG gewichtet nach Marktkapitalisierung, sodass die größten Unternehmen einen Anteil ausmachen, der weit über ihrer Zahl liegt, und diese Konzentration nimmt zu, ohne dass eine Regel sich ändert. Die nützliche Prüfung ist das Gewicht der zehn größten Positionen, monatlich von BNP Paribas veröffentlicht: es sagt, von wie vielen Unternehmen das Ergebnis tatsächlich abhängt.
Was sollte man bei ESGE einmal im Jahr prüfen?
Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von CAC 40 ESG, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.
Verleiht ESGE die gehaltenen Wertpapiere?
Wahrscheinlich teilweise: die meisten physischen Fonds betreiben Wertpapierleihe zur Kostensenkung, und BNP Paribas nennt den Anteil im Jahresbericht. Die Leiheerträge bringen einige Hundertstel Prozentpunkte, geteilt zwischen Fonds und Emittent. Das Risiko liegt beim Entleiher, besichert über den verliehenen Betrag hinaus, und es steht im Prospekt und nicht in der ausgewiesenen Kostenquote.
Schüttet ESGE Dividenden aus?
Ja: der Fonds schüttet die erhaltenen Dividenden aus, nach einem von BNP Paribas festgelegten Kalender. Die Ausschüttung ist im Jahr des Zuflusses in den meisten Depots steuerpflichtig, auch wenn sie sofort wieder angelegt wird, und die Wiederanlage von Hand kostet jedes Mal eine Gebühr. Eine thesaurierende Klasse vermeidet das.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.