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SCHE

Schwab·FTSE Emerging Index

Schwab Emerging Markets Equity ETF

Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am

US8085248008
TER 0.11%12.8B AUMUSDPhysicalDist
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Übersicht

Schwab Emerging Markets Equity ETF (SCHE) bildet den Index FTSE Emerging Index ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von Schwab. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: SCHE eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in US domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.11 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 12.8B. Über fünf Jahre erzielte der Fonds durchschnittlich 2.5 % pro Jahr, gegenüber 15.5 % über drei Jahre. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als high eingestuft. Aufgelegt am 2010-01-14, wird der Fonds in USD geführt und weist 16 Jahre Historie auf. Da SCHE ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in US bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.

Die laufenden Kosten von 0,11 % setzen diesen Fonds auf Platz 67 von 225 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,20 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 11 € im Jahr und 110 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.

Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von FTSE Emerging Index tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,11 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.

Der Fonds ist in den USA domiziliert, und das ist für einen europäischen Anleger vor allem anderen zu klären. Ein US-Fonds fällt nicht unter die UCITS-Regulierung: den meisten europäischen Brokern fehlt das Basisinformationsblatt, um ihn Privatanlegern anzubieten, und der Zugang hängt dann vom Status des Anlegers ab. Dazu kommen zwei eigene Steuerfolgen: Dividenden an einen Nichtansässigen unterliegen einer US-Quellensteuer, die das Abkommen bei vorliegendem Formular W-8BEN senkt, und direkt gehaltene US-Titel fallen oberhalb einer für Nichtansässige niedrigen Grenze unter die US-Erbschaftsteuer. Ein in Irland domiziliertes Äquivalent vermeidet beide Fragen.

Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.

Mit 12,8 Milliarden Volumen und 16 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von FTSE Emerging Index, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.

FTSE Emerging Index deckt Schwellenmärkte ab, und die tatsächliche Ausrichtung ist konzentrierter als der Name vermuten lässt: wenige Länder und wenige sehr große Unternehmen machen den Index im Wesentlichen aus, sodass der Fonds trotz hoher Positionszahl weniger gestreut ist als ein Weltindex. Dazu kommen drei Schichten, die ein Industrieländerindex nicht hat. Zuerst die Währung, die historisch so viel wog wie die Kurse selbst. Dann das politische und regulatorische Risiko, einschließlich der Möglichkeit, dass ein Markt unzugänglich wird. Und die Quellensteuer auf Dividenden, schwerer und schlechter erstattbar, sichtbar in der Tracking-Differenz und nicht in den Kosten.

Über ein Jahr zeigt der Fonds 5,0 % und über fünf Jahre 2,5 % annualisiert, zwei nahe Zahlen, was die gewöhnlichste und am wenigsten aussagekräftige Konstellation ist: sie besagt nicht, dass der Fonds gleichmäßig läuft, nur dass die gewählten Anfangs- und Endpunkte sich ähneln. Diese Zahlen mit einem anderen Fonds zu vergleichen ergibt nur bei gleichem Index Sinn; sonst ist es ein Indexvergleich im Gewand eines Fondsvergleichs.

TER

0.11%

Fondsgröße

12.8B

12,777M USD
Risikoklasse

Hoch

Positionen

171

Replikation

Physisch

Ausschüttung

Ausschüttend

Währung

USD

Domizil

US

Index

FTSE Emerging Index

Anbieter

Schwab

Auflegung

2010-01-14 (16 Jahre)

Konformität
–

Kontextanalyse

Fondsgröße

Mit 12.8B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.

Kostenpositionierung

Eine TER von 0.11 % gehört zu den niedrigsten am Markt, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Track Record

Aufgelegt 2010-01-14, hat dieser Fonds 16 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.

Risikoprofil

Hohes Risiko, für langfristige Anleger, die mit Volatilität umgehen können.

Wertentwicklung

Renditeübersicht

ZeitraumRendite p.a.Kumuliert
1 Monat (gesch.)–+0.4%
3 Monate (gesch.)–+1.2%
6 Monate (gesch.)–+2.5%
Lfd. Jahr (gesch.)–+2.1%
1 Jahr+5.0%+5.0%
3 Jahre+15.5%+54.2%
5 Jahre+2.5%+13.0%
Seit Auflegung (16y)+7.7%+226.5%

Eckdaten

Fondsprofil

IndexFTSE Emerging Index
TER0.11%
Fondsgröße12.8B
WährungUSD
ReplikationPhysisch
AusschüttungAusschüttend
DomizilUS
Auflegung2010-01-14
Fondsalter16 Jahre
Positionen171
UCITSNein
PEA-fähigNein
ESGNein
RisikoklasseHoch

Themen & Regionen

Themen
Breiter Markt
Regionen
Schwellenländer

Positionen

Risiko

So kaufen Sie diesen ETF

Wählen Sie Ihr Land im Menü, um verfügbare Broker und Depotarten zu sehen.

Über diesen ETF

Der Schwab Emerging Markets Equity ETF bildet den FTSE Emerging Index-Index nach. Er wird von Schwab mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in USD denominiert und in US domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.11 %.

Möchten Sie sehen, wie dieser ETF mit regelmäßigen Einzahlungen wachsen könnte? Über zehn Jahre wiegen die laufenden Kosten mehr als jeder Unterschied in der vergangenen Wertentwicklung: 0,20 % gegen 0,50 % auf 10.000 € sind rund 300 €, Zinseszins eingerechnet.Simulieren

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Häufige Fragen

Was kosten die 0,11 % laufenden Kosten von SCHE wirklich?

Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 1.10 € im Jahr und etwa 11 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.

Ist SCHE wirklich gestreut?

Weniger, als die Zahl der Positionen vermuten lässt. FTSE Emerging Index gewichtet nach Marktkapitalisierung, sodass die größten Unternehmen einen Anteil ausmachen, der weit über ihrer Zahl liegt, und diese Konzentration nimmt zu, ohne dass eine Regel sich ändert. Die nützliche Prüfung ist das Gewicht der zehn größten Positionen, monatlich von Schwab veröffentlicht: es sagt, von wie vielen Unternehmen das Ergebnis tatsächlich abhängt.

Was sollte man bei SCHE einmal im Jahr prüfen?

Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von FTSE Emerging Index, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.

Verleiht SCHE die gehaltenen Wertpapiere?

Wahrscheinlich teilweise: die meisten physischen Fonds betreiben Wertpapierleihe zur Kostensenkung, und Schwab nennt den Anteil im Jahresbericht. Die Leiheerträge bringen einige Hundertstel Prozentpunkte, geteilt zwischen Fonds und Emittent. Das Risiko liegt beim Entleiher, besichert über den verliehenen Betrag hinaus, und es steht im Prospekt und nicht in der ausgewiesenen Kostenquote.

Kann ein europäischer Anleger SCHE kaufen?

Nicht immer. Dieser Fonds fällt nicht unter UCITS, sodass den meisten europäischen Brokern das Basisinformationsblatt fehlt, um ihn Privatanlegern anzubieten. Zwei Folgen: eine US-Quellensteuer auf Dividenden, durch Abkommen gesenkt, wenn ein W-8BEN vorliegt, und US-Titel, die oberhalb einer für Nichtansässige niedrigen Grenze unter die US-Erbschaftsteuer fallen.

Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.