SMEA
iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc)
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc) (SMEA) bildet den Index MSCI Europe ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von iShares. Dividenden werden im Fonds wiederangelegt statt ausgeschüttet: SMEA eignet sich für den langfristigen Vermögensaufbau. Der Fonds ist in IE domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.12 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 15.7B. Die Tracking-Differenz gegenüber dem Index liegt bei -0.12 Punkten, die Belastung, die Anleger über die ausgewiesenen Kosten hinaus tatsächlich tragen. Im vergangenen Jahr erzielte der Fonds -4.0 %, eine zu kurze Historie für eine Beurteilung. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als medium eingestuft. Aufgelegt am 2009-09-25, wird der Fonds in EUR geführt und weist 17 Jahre Historie auf. Es handelt sich um einen UCITS-Fonds: Er folgt dem europäischen Rahmen für Streuung, Liquidität und Vermögenstrennung. Da SMEA thesauriert, fällt während der Haltedauer keine Ausschüttung an, doch die Vorabpauschale besteuert jährlich einen fiktiven Mindestertrag, und beim Verkauf greift die Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag auf den Gewinn nach der Teilfreistellung. Die Domizilierung in IE bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Die laufenden Kosten von 0,12 % setzen diesen Fonds auf Platz 68 von 225 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,20 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 12 € im Jahr und 120 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.
Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von MSCI Europe tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,12 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.
Das Domizil, Irland, ist keine Verwaltungsfrage: es bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds auf erhaltene Dividenden trägt, und dieser Verlust steht in keiner Kostentabelle. Auf US-Aktien senkt das Abkommen zwischen Irland und den USA die Quellensteuer von dreißig auf fünfzehn Prozent, was auf einem Weltindex mechanisch mehrere Zehntelpunkte pro Jahr wert ist und die irische Vorherrschaft in diesem Segment erklärt. Für den Anleger bringt der UCITS-Rahmen zudem das Basisinformationsblatt in seiner Sprache, Streuungsregeln und die Trennung des Fondsvermögens von dem des Emittenten.
Die Erträge werden thesauriert: die Dividenden der gehaltenen Unternehmen werden im Fonds wieder angelegt statt ausgezahlt. Auf einem steuerpflichtigen Konto verschiebt das die Besteuerung auf den Verkauf statt sie jährlich auszulösen, sodass die volle Rendite weiterarbeitet, und darin liegt der Hauptvorteil dieser Anteilsklasse. Zwei Einschränkungen gehören dazu. Wer Einkommen braucht, muss Anteile verkaufen, was eine zusätzliche Entscheidung ist und manchmal zum falschen Zeitpunkt fällt. Und der Aufschub ist nicht überall gegeben: in Deutschland greift die Vorabpauschale unabhängig von der Ausschüttungspolitik, sodass die thesaurierende Klasse daran nichts ändert.
Mit 15,7 Milliarden Volumen und 17 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt, derzeit -0,12 Punkte gegenüber 0,12 % Kosten. Und die Methodik von MSCI Europe, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
MSCI Europe ist ein breiter Index, und das ist der Baustein, den die meisten Portfolios zuerst besitzen sollten, aus einem einfachen Grund: er verlangt keine Prognose. Zwei Punkte sind dennoch zu prüfen, bevor man ihn für gestreut hält. Die Kapitalgewichtung konzentriert das Portfolio auf die größten Unternehmen, sodass die zehn größten Positionen einen erheblichen Anteil ausmachen können, und diese Konzentration wächst, ohne dass eine Regel sich ändert. Und der geografische Umfang zählt: ein Weltindex der Industrieländer lässt Schwellenmärkte aus, und ein breiter US-Index ist trotz des internationalen Umsatzes seiner Unternehmen keine Weltausrichtung.
Die veröffentlichten Wertentwicklungen dieses Fonds sind unvollständig, und das ist selbst eine Information: ohne mehrjährige Historie bleibt nur die Prüfung der Struktur, der laufenden Kosten von 0,12 %, des Volumens von 15,7 Milliarden und der Abbildungsmethode. Ein junger oder wenig beachteter Fonds ist deshalb kein schlechter Fonds, aber er lässt sich nur an dem beurteilen, was im Voraus bekannt ist, nicht an dem, was er getan hat.
0.12%
TD: -0.12%15.7B
15,726M EURMittel
588
Physisch
Thesaurierend
EUR
IE
MSCI Europe
iShares
2009-09-25 (17 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 15.7B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.12 % gehört zu den niedrigsten am Markt, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Track Record
Aufgelegt 2009-09-25, hat dieser Fonds 17 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Mittleres Risiko, gutes Rendite-Risiko-Verhältnis für einen Horizont von 5+ Jahren.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | -0.3% |
| 3 Monate (gesch.) | – | -1.0% |
| 6 Monate (gesch.) | – | -2.0% |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | -1.7% |
| 1 Jahr | -4.0% | -4.0% |
| 3 Jahre | – | – |
| 5 Jahre | – | – |
| Seit Auflegung (17y) | -4.0% | -49.7% |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
So kaufen Sie diesen ETF
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Über diesen ETF
Der iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Acc) bildet den MSCI Europe-Index nach. Er wird von iShares mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer thesaurierend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in EUR denominiert und in IE domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.12 %.
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Häufige Fragen
Was kosten die 0,12 % laufenden Kosten von SMEA wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 1.20 € im Jahr und etwa 12 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Warum folgt SMEA dem Index MSCI Europe schlechter, als die Kosten vermuten lassen?
Die veröffentlichte Tracking-Differenz von -0,12 Punkten liegt deutlich über den 0,12 % laufenden Kosten, und der zusätzliche Abstand kommt von anderswo: Quellensteuer auf erhaltene Dividenden, interne Transaktionskosten bei Indexänderungen oder Swapkosten. Diese Zahl ist zu verfolgen, nicht die ausgewiesene Quote, denn sie misst, was der Fonds jährlich tatsächlich verliert.
Wie kauft man SMEA und an welchem Platz?
Über jeden Broker, der die ISIN IE00B4K48X80 führt. Dieselbe Strategie existiert oft in mehreren Anteilsklassen mit unterschiedlichen Kosten und Ausschüttungspolitiken, und es zählt die gekaufte Klasse, nicht die gelesene: prüfen Sie die ISIN und nicht den Namen. Ein Limitauftrag vermeidet die Spanne eines dünnen Orderbuchs, besonders außerhalb der Handelszeiten der Basismärkte.
Ist SMEA wirklich gestreut?
Weniger, als die Zahl der Positionen vermuten lässt. MSCI Europe gewichtet nach Marktkapitalisierung, sodass die größten Unternehmen einen Anteil ausmachen, der weit über ihrer Zahl liegt, und diese Konzentration nimmt zu, ohne dass eine Regel sich ändert. Die nützliche Prüfung ist das Gewicht der zehn größten Positionen, monatlich von iShares veröffentlicht: es sagt, von wie vielen Unternehmen das Ergebnis tatsächlich abhängt.
Was sollte man bei SMEA einmal im Jahr prüfen?
Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von MSCI Europe, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.