USMV
iShares MSCI USA Min Vol Factor ETF
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
iShares MSCI USA Min Vol Factor ETF (USMV) bildet den Index MSCI USA Minimum Volatility ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von iShares. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: USMV eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in US domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.15 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 23.2B. Über fünf Jahre erzielte der Fonds durchschnittlich 5.5 % pro Jahr, gegenüber 12.2 % über drei Jahre. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als low eingestuft. Aufgelegt am 2011-10-18, wird der Fonds in USD geführt und weist 15 Jahre Historie auf. Da USMV ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in US bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Die laufenden Kosten von 0,15 % setzen diesen Fonds auf Platz 78 von 225 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,20 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 15 € im Jahr und 150 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.
Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von MSCI USA Minimum Volatility tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,15 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.
Der Fonds ist in den USA domiziliert, und das ist für einen europäischen Anleger vor allem anderen zu klären. Ein US-Fonds fällt nicht unter die UCITS-Regulierung: den meisten europäischen Brokern fehlt das Basisinformationsblatt, um ihn Privatanlegern anzubieten, und der Zugang hängt dann vom Status des Anlegers ab. Dazu kommen zwei eigene Steuerfolgen: Dividenden an einen Nichtansässigen unterliegen einer US-Quellensteuer, die das Abkommen bei vorliegendem Formular W-8BEN senkt, und direkt gehaltene US-Titel fallen oberhalb einer für Nichtansässige niedrigen Grenze unter die US-Erbschaftsteuer. Ein in Irland domiziliertes Äquivalent vermeidet beide Fragen.
Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.
Mit 23,2 Milliarden Volumen und 15 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von MSCI USA Minimum Volatility, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
MSCI USA Minimum Volatility baut ein Portfolio mit möglichst geringer vergangener Schwankung, was nicht dasselbe ist wie ein vorsichtiges Portfolio. Die Konstruktion erzeugt deutliche Sektorneigungen zu Versorgern und Basiskonsum und eine überraschende Zinssensitivität: diese Sektoren verhalten sich teilweise wie Anleihen. Der Fonds hält sich in einem gewöhnlichen Rückgang besser, nicht notwendigerweise in einem Schock, in dem alles gleichzeitig verkauft wird. Da die Schwankung aus der Vergangenheit gemessen wird, ist der Schutz eine Schätzung und keine Garantie.
Über ein Jahr zeigt der Fonds 7,2 % und über fünf Jahre 5,5 % annualisiert, zwei nahe Zahlen, was die gewöhnlichste und am wenigsten aussagekräftige Konstellation ist: sie besagt nicht, dass der Fonds gleichmäßig läuft, nur dass die gewählten Anfangs- und Endpunkte sich ähneln. Diese Zahlen mit einem anderen Fonds zu vergleichen ergibt nur bei gleichem Index Sinn; sonst ist es ein Indexvergleich im Gewand eines Fondsvergleichs.
0.15%
23.2B
23,164M USDNiedrig
584
Physisch
Ausschüttend
USD
US
MSCI USA Minimum Volatility
iShares
2011-10-18 (15 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 23.2B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.15 % gehört zu den niedrigsten am Markt, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Track Record
Aufgelegt 2011-10-18, hat dieser Fonds 15 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Niedriges Risiko, geeignet für vorsichtige Anleger oder kurzfristige Ziele.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | +0.6% |
| 3 Monate (gesch.) | – | +1.7% |
| 6 Monate (gesch.) | – | +3.5% |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | +2.9% |
| 1 Jahr | +7.2% | +7.2% |
| 3 Jahre | +12.2% | +41.2% |
| 5 Jahre | +5.5% | +30.6% |
| Seit Auflegung (15y) | +8.3% | +229.6% |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
So kaufen Sie diesen ETF
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Über diesen ETF
Der iShares MSCI USA Min Vol Factor ETF bildet den MSCI USA Minimum Volatility-Index nach. Er wird von iShares mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in USD denominiert und in US domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.15 %.
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Häufige Fragen
Was kosten die 0,15 % laufenden Kosten von USMV wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 1.50 € im Jahr und etwa 15 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Welches Währungsrisiko trägt man mit USMV?
Der Fonds notiert in USD, doch die Handelswährung ist nicht das Risiko: entscheidend ist die Währung, in der die gehaltenen Unternehmen ihre Erträge erzielen. Ein Anleger in Euro trägt daher den Abstand zwischen Euro und diesen Währungen, und dieser Abstand steht in keiner in Landeswährung veröffentlichten Rendite. Eine gesicherte Anteilsklasse beantwortet eine andere Frage, zum Preis von Kosten, die mit der Zinsdifferenz schwanken.
Wie kauft man USMV und an welchem Platz?
Über jeden Broker, der die ISIN US46429B6974 führt. Dieselbe Strategie existiert oft in mehreren Anteilsklassen mit unterschiedlichen Kosten und Ausschüttungspolitiken, und es zählt die gekaufte Klasse, nicht die gelesene: prüfen Sie die ISIN und nicht den Namen. Ein Limitauftrag vermeidet die Spanne eines dünnen Orderbuchs, besonders außerhalb der Handelszeiten der Basismärkte.
Ist USMV wirklich gestreut?
Weniger, als die Zahl der Positionen vermuten lässt. MSCI USA Minimum Volatility gewichtet nach Marktkapitalisierung, sodass die größten Unternehmen einen Anteil ausmachen, der weit über ihrer Zahl liegt, und diese Konzentration nimmt zu, ohne dass eine Regel sich ändert. Die nützliche Prüfung ist das Gewicht der zehn größten Positionen, monatlich von iShares veröffentlicht: es sagt, von wie vielen Unternehmen das Ergebnis tatsächlich abhängt.
Was sollte man bei USMV einmal im Jahr prüfen?
Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von MSCI USA Minimum Volatility, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.