VUKE
Vanguard FTSE 100 UCITS ETF (GBP) Distributing
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
Vanguard FTSE 100 UCITS ETF (GBP) Distributing (VUKE) bildet den Index FTSE 100 ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von Vanguard. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: VUKE eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in IE domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.09 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 6.5B. Die Tracking-Differenz gegenüber dem Index liegt bei +0.08 Punkten, die Belastung, die Anleger über die ausgewiesenen Kosten hinaus tatsächlich tragen. Über fünf Jahre erzielte der Fonds durchschnittlich 8.1 % pro Jahr, gegenüber 13.7 % über drei Jahre. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als medium eingestuft. Aufgelegt am 2012-05-22, wird der Fonds in GBP geführt und weist 14 Jahre Historie auf. Es handelt sich um einen UCITS-Fonds: Er folgt dem europäischen Rahmen für Streuung, Liquidität und Vermögenstrennung. Da VUKE ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in IE bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Die laufenden Kosten von 0,09 % setzen diesen Fonds auf Platz 42 von 225 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,20 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 9 € im Jahr und 90 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.
Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von FTSE 100 tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,09 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.
Das Domizil, Irland, ist keine Verwaltungsfrage: es bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds auf erhaltene Dividenden trägt, und dieser Verlust steht in keiner Kostentabelle. Auf US-Aktien senkt das Abkommen zwischen Irland und den USA die Quellensteuer von dreißig auf fünfzehn Prozent, was auf einem Weltindex mechanisch mehrere Zehntelpunkte pro Jahr wert ist und die irische Vorherrschaft in diesem Segment erklärt. Für den Anleger bringt der UCITS-Rahmen zudem das Basisinformationsblatt in seiner Sprache, Streuungsregeln und die Trennung des Fondsvermögens von dem des Emittenten.
Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.
Mit 6,5 Milliarden Volumen und 14 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt, derzeit 0,08 Punkte gegenüber 0,09 % Kosten. Und die Methodik von FTSE 100, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
FTSE 100 ist ein breiter Index, und das ist der Baustein, den die meisten Portfolios zuerst besitzen sollten, aus einem einfachen Grund: er verlangt keine Prognose. Zwei Punkte sind dennoch zu prüfen, bevor man ihn für gestreut hält. Die Kapitalgewichtung konzentriert das Portfolio auf die größten Unternehmen, sodass die zehn größten Positionen einen erheblichen Anteil ausmachen können, und diese Konzentration wächst, ohne dass eine Regel sich ändert. Und der geografische Umfang zählt: ein Weltindex der Industrieländer lässt Schwellenmärkte aus, und ein breiter US-Index ist trotz des internationalen Umsatzes seiner Unternehmen keine Weltausrichtung.
Über ein Jahr zeigt der Fonds 11,8 % und über fünf Jahre 8,1 % annualisiert, zwei nahe Zahlen, was die gewöhnlichste und am wenigsten aussagekräftige Konstellation ist: sie besagt nicht, dass der Fonds gleichmäßig läuft, nur dass die gewählten Anfangs- und Endpunkte sich ähneln. Diese Zahlen mit einem anderen Fonds zu vergleichen ergibt nur bei gleichem Index Sinn; sonst ist es ein Indexvergleich im Gewand eines Fondsvergleichs. Die Tracking-Differenz von 0,08 Punkten liegt deutlich über den 0,09 % laufenden Kosten: der zusätzliche Abstand kommt von anderswo, Quellensteuer auf Dividenden, interne Transaktionskosten oder Swapkosten, und diese Zahl ist zu verfolgen, nicht die ausgewiesene Quote.
0.09%
TD: +0.08%6.5B
6,492M GBPMittel
158
Physisch
Ausschüttend
GBP
IE
FTSE 100
Vanguard
2012-05-22 (14 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 6.5B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.09 % gehört zu den niedrigsten am Markt, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Track Record
Aufgelegt 2012-05-22, hat dieser Fonds 14 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Mittleres Risiko, gutes Rendite-Risiko-Verhältnis für einen Horizont von 5+ Jahren.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | +0.9% |
| 3 Monate (gesch.) | – | +2.8% |
| 6 Monate (gesch.) | – | +5.7% |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | +4.7% |
| 1 Jahr | +11.8% | +11.8% |
| 3 Jahre | +13.7% | +46.9% |
| 5 Jahre | +8.1% | +47.8% |
| Seit Auflegung (14y) | +11.2% | +341.7% |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
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Über diesen ETF
Der Vanguard FTSE 100 UCITS ETF (GBP) Distributing bildet den FTSE 100-Index nach. Er wird von Vanguard mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in GBP denominiert und in IE domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.09 %.
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Häufige Fragen
Was kosten die 0,09 % laufenden Kosten von VUKE wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 0.90 € im Jahr und etwa 9 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Warum zählt das irische Domizil von VUKE?
Weil es die Quellensteuer bestimmt, die der Fonds auf erhaltene Dividenden trägt, und dieser Verlust steht in keiner Kostentabelle. Das Abkommen zwischen Irland und den USA senkt die Quellensteuer auf US-Aktien von dreißig auf fünfzehn Prozent, was auf einem Weltindex mehrere Zehntelpunkte pro Jahr wert ist. Der UCITS-Rahmen bringt zudem das Basisinformationsblatt in Ihrer Sprache.
Schüttet VUKE Dividenden aus?
Ja: der Fonds schüttet die erhaltenen Dividenden aus, nach einem von Vanguard festgelegten Kalender. Die Ausschüttung ist im Jahr des Zuflusses in den meisten Depots steuerpflichtig, auch wenn sie sofort wieder angelegt wird, und die Wiederanlage von Hand kostet jedes Mal eine Gebühr. Eine thesaurierende Klasse vermeidet das.
Warum folgt VUKE dem Index FTSE 100 schlechter, als die Kosten vermuten lassen?
Die veröffentlichte Tracking-Differenz von 0,08 Punkten liegt deutlich über den 0,09 % laufenden Kosten, und der zusätzliche Abstand kommt von anderswo: Quellensteuer auf erhaltene Dividenden, interne Transaktionskosten bei Indexänderungen oder Swapkosten. Diese Zahl ist zu verfolgen, nicht die ausgewiesene Quote, denn sie misst, was der Fonds jährlich tatsächlich verliert.
Welches Währungsrisiko trägt man mit VUKE?
Der Fonds notiert in GBP, doch die Handelswährung ist nicht das Risiko: entscheidend ist die Währung, in der die gehaltenen Unternehmen ihre Erträge erzielen. Ein Anleger in Euro trägt daher den Abstand zwischen Euro und diesen Währungen, und dieser Abstand steht in keiner in Landeswährung veröffentlichten Rendite. Eine gesicherte Anteilsklasse beantwortet eine andere Frage, zum Preis von Kosten, die mit der Zinsdifferenz schwanken.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.