XDNG
Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF 1D
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF 1D (XDNG) bildet den Index Solactive Euro Overnight Return synthetisch über einen Swap ab, statt die Titel zu halten, und wird von Xtrackers verwaltet. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: XDNG eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in LU domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.10 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 10.0B. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als low eingestuft. Aufgelegt am 2007-12-18, wird der Fonds in EUR geführt und weist 19 Jahre Historie auf. Es handelt sich um einen UCITS-Fonds: Er folgt dem europäischen Rahmen für Streuung, Liquidität und Vermögenstrennung. Da XDNG ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in LU bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Die laufenden Kosten von 0,10 % setzen diesen Fonds auf Platz 3 von 8 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,10 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 10 € im Jahr und 100 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.
Dieser Fonds bildet Solactive Euro Overnight Return über einen Swap ab: er hält nicht die Indexwerte, sondern einen Sicherheitenkorb, und tauscht dessen Entwicklung bei einer Bank gegen die des Index. Das hat zwei reale Folgen. Es entsteht ein Kontrahentenrisiko, begrenzt durch täglich bewertete Sicherheiten und durch die Regulierung, aber nicht null. Und es ermöglicht, was direkter Besitz nicht kann: einen Index abzubilden, der dem Direktkauf verschlossen ist, oder eine Quellensteuer auf Dividenden zu vermeiden, weshalb ein Swap-Fonds seinen physischen Zwilling nach Steuern manchmal schlägt. Die Kosten des Swaps stehen nicht in der Kostenquote; sie zeigen sich in der über Jahre gemessenen Tracking-Differenz.
Das Domizil, Luxemburg, ist keine Verwaltungsfrage: es bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds auf erhaltene Dividenden trägt, und dieser Verlust steht in keiner Kostentabelle. Luxemburg verfügt über ein vergleichbares Abkommensnetz, ist aber bei US-Aktien nicht so günstig wie Irland, ein Unterschied, der auf einem Weltindex sichtbar wird und auf einem europäischen Index nicht. Für den Anleger bringt der UCITS-Rahmen zudem das Basisinformationsblatt in seiner Sprache, Streuungsregeln und die Trennung des Fondsvermögens von dem des Emittenten.
Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.
Mit 10,0 Milliarden Volumen und 19 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von Solactive Euro Overnight Return, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
Solactive Euro Overnight Return ist ein breiter Index, und das ist der Baustein, den die meisten Portfolios zuerst besitzen sollten, aus einem einfachen Grund: er verlangt keine Prognose. Zwei Punkte sind dennoch zu prüfen, bevor man ihn für gestreut hält. Die Kapitalgewichtung konzentriert das Portfolio auf die größten Unternehmen, sodass die zehn größten Positionen einen erheblichen Anteil ausmachen können, und diese Konzentration wächst, ohne dass eine Regel sich ändert. Und der geografische Umfang zählt: ein Weltindex der Industrieländer lässt Schwellenmärkte aus, und ein breiter US-Index ist trotz des internationalen Umsatzes seiner Unternehmen keine Weltausrichtung.
Die veröffentlichten Wertentwicklungen dieses Fonds sind unvollständig, und das ist selbst eine Information: ohne mehrjährige Historie bleibt nur die Prüfung der Struktur, der laufenden Kosten von 0,10 %, des Volumens von 10,0 Milliarden und der Abbildungsmethode. Ein junger oder wenig beachteter Fonds ist deshalb kein schlechter Fonds, aber er lässt sich nur an dem beurteilen, was im Voraus bekannt ist, nicht an dem, was er getan hat.
0.10%
10.0B
10,000M EURNiedrig
250
Synthetisch
Ausschüttend
EUR
LU
Solactive Euro Overnight Return
Xtrackers
2007-12-18 (18 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 10.0B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.10 % gehört zu den niedrigsten am Markt, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Track Record
Aufgelegt 2007-12-18, hat dieser Fonds 18 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Niedriges Risiko, geeignet für vorsichtige Anleger oder kurzfristige Ziele.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | – |
| 3 Monate (gesch.) | – | – |
| 6 Monate (gesch.) | – | – |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | – |
| 1 Jahr | – | – |
| 3 Jahre | – | – |
| 5 Jahre | – | – |
| Seit Auflegung (18y) | – | – |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
So kaufen Sie diesen ETF
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Über diesen ETF
Der Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap UCITS ETF 1D bildet den Solactive Euro Overnight Return-Index nach. Er wird von Xtrackers mittels synthetisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in EUR denominiert und in LU domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.10 %.
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Häufige Fragen
Was kosten die 0,10 % laufenden Kosten von XDNG wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 1.00 € im Jahr und etwa 10 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Was sollte man bei XDNG einmal im Jahr prüfen?
Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von Solactive Euro Overnight Return, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.
Welches Risiko birgt die synthetische Replikation von XDNG?
Der Fonds hält die Titel von Solactive Euro Overnight Return nicht: er tauscht die Entwicklung eines Sicherheitenkorbs bei einer Bank gegen die des Index. Das Risiko ist also der Ausfall dieser Bank, begrenzt durch UCITS und gedeckt durch täglich bewertete Sicherheiten. Dafür vermeidet die Konstruktion manchmal eine Quellensteuer auf Dividenden, weshalb ein Swap-Fonds seinen physischen Zwilling nach Steuern übertreffen kann.
Warum zählt das luxemburgische Domizil von XDNG?
Weil es die Quellensteuer bestimmt, die der Fonds auf erhaltene Dividenden trägt, und dieser Verlust steht in keiner Kostentabelle. Luxemburg hat ein vergleichbares Abkommensnetz, ist bei US-Aktien aber weniger günstig als Irland. Der UCITS-Rahmen bringt zudem das Basisinformationsblatt in Ihrer Sprache.
Schüttet XDNG Dividenden aus?
Ja: der Fonds schüttet die erhaltenen Dividenden aus, nach einem von Xtrackers festgelegten Kalender. Die Ausschüttung ist im Jahr des Zuflusses in den meisten Depots steuerpflichtig, auch wenn sie sofort wieder angelegt wird, und die Wiederanlage von Hand kostet jedes Mal eine Gebühr. Eine thesaurierende Klasse vermeidet das.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.