XLU
Utilities Select Sector SPDR Fund
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
Utilities Select Sector SPDR Fund (XLU) bildet den Index Utilities Select Sector ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von SPDR. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: XLU eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in US domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.09 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 21.3B. Über fünf Jahre erzielte der Fonds durchschnittlich 4.7 % pro Jahr, gegenüber 13.3 % über drei Jahre. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als low eingestuft. Aufgelegt am 1998-12-16, wird der Fonds in USD geführt und weist 28 Jahre Historie auf. Da XLU ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in US bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Mit 0,09 % gehört dieser Fonds zu den günstigsten seiner Kategorie: von 8 vergleichbaren Fonds schafft nur ein Zehntel dasselbe oder weniger. Auf 10.000 € sind das rund 9 € pro Jahr gegenüber 25 € beim Median, also fast 160 € Unterschied über zehn Jahre. Wenn die Kosten schon am Boden liegen, entscheidet nicht mehr die Quote, sondern die Abbildungsqualität, die sich in der Tracking-Differenz zeigt, und die Ordergebühr des Brokers, die bei kleinen Käufen die Kostenersparnis übersteigen kann.
Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von Utilities Select Sector tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,09 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.
Der Fonds ist in den USA domiziliert, und das ist für einen europäischen Anleger vor allem anderen zu klären. Ein US-Fonds fällt nicht unter die UCITS-Regulierung: den meisten europäischen Brokern fehlt das Basisinformationsblatt, um ihn Privatanlegern anzubieten, und der Zugang hängt dann vom Status des Anlegers ab. Dazu kommen zwei eigene Steuerfolgen: Dividenden an einen Nichtansässigen unterliegen einer US-Quellensteuer, die das Abkommen bei vorliegendem Formular W-8BEN senkt, und direkt gehaltene US-Titel fallen oberhalb einer für Nichtansässige niedrigen Grenze unter die US-Erbschaftsteuer. Ein in Irland domiziliertes Äquivalent vermeidet beide Fragen.
Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.
Mit 21,3 Milliarden Volumen und 28 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von Utilities Select Sector, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
Utilities Select Sector ist ein Sektorindex, und das ist eine ausdrückliche Wette: das Portfolio gibt die Streuung über Sektoren auf, um sich auf einen zu stellen. Drei Folgen: erstens die Konzentration, oft rund zwanzig Unternehmen, deren drei größte einen erheblichen Anteil ausmachen, sodass das Ergebnis an identifizierbaren Firmen hängt. Zweitens die interne Korrelation, die den Gedanken zunichtemacht, das Risiko innerhalb des Sektors zu dämpfen. Und drittens das Timing: ein Sektor hat lange Zyklen, und der Einstieg gelingt selten, wenn nach einem bereits veröffentlichten starken Anstieg gekauft wird.
Über ein Jahr zeigt der Fonds -7,6 % gegenüber 4,7 % im annualisierten Fünfjahresschnitt: das letzte Jahr liegt unter dem langen Mittel. Vor einem Schluss sind zwei mögliche Ursachen zu trennen, denn sie haben verschiedene Folgen: ein Rückgang des abgebildeten Index, der alle Fonds darauf betrifft, oder eine fondseigene Verschlechterung, die sich in der Tracking-Differenz zeigt und nicht in der Wertentwicklung.
0.09%
21.3B
21,327M USDNiedrig
227
Physisch
Ausschüttend
USD
US
Utilities Select Sector
SPDR
1998-12-16 (27 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 21.3B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.09 % gehört zu den niedrigsten am Markt, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Track Record
Aufgelegt 1998-12-16, hat dieser Fonds 27 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Niedriges Risiko, geeignet für vorsichtige Anleger oder kurzfristige Ziele.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | -0.7% |
| 3 Monate (gesch.) | – | -2.0% |
| 6 Monate (gesch.) | – | -3.9% |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | -3.3% |
| 1 Jahr | -7.6% | -7.6% |
| 3 Jahre | +13.3% | +45.5% |
| 5 Jahre | +4.7% | +25.5% |
| Seit Auflegung (27y) | +3.4% | +149.4% |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
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Über diesen ETF
Der Utilities Select Sector SPDR Fund bildet den Utilities Select Sector-Index nach. Er wird von SPDR mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in USD denominiert und in US domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.09 %.
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Häufige Fragen
Was kosten die 0,09 % laufenden Kosten von XLU wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 0.90 € im Jahr und etwa 9 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Welches Währungsrisiko trägt man mit XLU?
Der Fonds notiert in USD, doch die Handelswährung ist nicht das Risiko: entscheidend ist die Währung, in der die gehaltenen Unternehmen ihre Erträge erzielen. Ein Anleger in Euro trägt daher den Abstand zwischen Euro und diesen Währungen, und dieser Abstand steht in keiner in Landeswährung veröffentlichten Rendite. Eine gesicherte Anteilsklasse beantwortet eine andere Frage, zum Preis von Kosten, die mit der Zinsdifferenz schwanken.
Wie kauft man XLU und an welchem Platz?
Über jeden Broker, der die ISIN US81369Y8527 führt. Dieselbe Strategie existiert oft in mehreren Anteilsklassen mit unterschiedlichen Kosten und Ausschüttungspolitiken, und es zählt die gekaufte Klasse, nicht die gelesene: prüfen Sie die ISIN und nicht den Namen. Ein Limitauftrag vermeidet die Spanne eines dünnen Orderbuchs, besonders außerhalb der Handelszeiten der Basismärkte.
Ist XLU wirklich gestreut?
Weniger, als die Zahl der Positionen vermuten lässt. Utilities Select Sector gewichtet nach Marktkapitalisierung, sodass die größten Unternehmen einen Anteil ausmachen, der weit über ihrer Zahl liegt, und diese Konzentration nimmt zu, ohne dass eine Regel sich ändert. Die nützliche Prüfung ist das Gewicht der zehn größten Positionen, monatlich von SPDR veröffentlicht: es sagt, von wie vielen Unternehmen das Ergebnis tatsächlich abhängt.
Was sollte man bei XLU einmal im Jahr prüfen?
Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von Utilities Select Sector, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.