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KI und Robotik

Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am

Künstliche Intelligenz, Automatisierung, Technologien, die jede Branche umgestalten

Diese Seite vergleicht 3 Fonds der Kategorie KI und Robotik mit laufenden Kosten von 0,35 % bis 0,68 % und einem Median von 0,40 %. Der Abstand zwischen dem günstigsten und dem teuersten entspricht rund 330 € über zehn Jahre auf 10.000 € Anlage: bei vergleichbarem Index ist das der belastbarste Unterschied zwischen zwei Fonds, denn er hängt von keiner Marktannahme ab. 2 der 3 Fonds sind thesaurierend und 3 bilden ihren Index physisch ab, die übrigen über ein Tauschgeschäft. Das größte Volumen der Liste hat XAIX, was weniger für die Wertentwicklung zählt als für das Risiko einer Schließung: ein dauerhaft kleiner Fonds wird meist verschmolzen. Die vergangene Wertentwicklung dient hier nicht zur Sortierung: über die veröffentlichten Zeiträume sagt sie mehr über den abgebildeten Index als über die Führung des Fonds.

ETFs

3

Ø TER

0.48%

Ø Perf. 1J

+10.4%

Niedrigste TER

0.35%

Beste Perf. 1J

+27.0%

Was ein Index künstliche Intelligenz nennt

Keine offizielle Branchenklassifikation kennt eine Branche künstliche Intelligenz. Jeder Indexanbieter baut daher seine eigene Definition, und die Methoden gehen auseinander. Einige gehen von einer Textanalyse der Geschäftsberichte aus und behalten Unternehmen, die einen Mindestanteil ihres Umsatzes der KI zuordnen. Andere stellen eine Liste von Themen auf, Chips, Cloud, Software, Robotik, und ordnen Unternehmen von Hand zu. Der erste Weg führt zu Portfolios von dreißig bis fünfzig Titeln, der zweite zu breiteren Körben, manchmal zweihundert. Zwei KI-Fonds können so weniger als ein Drittel ihrer Positionen teilen.

Daraus folgt, dass eine Rangliste nach vergangener Wertentwicklung vor allem über die gewählte Definition Auskunft gibt, nicht über die Qualität des Fonds. Vergleichbar ist dagegen, was auf jeder Fondsseite steht: die laufenden Kosten, die sich jedes Jahr wiederholen; das Vermögen, das über Liquidität und Fortbestand entscheidet; die vom Indexanbieter veröffentlichte Auswahl- und Kappungsmethode; und die Zahl der Positionen, die die tatsächliche Konzentration misst. Ein Themenfonds bleibt eine Branchenwette: sein Platz im Portfolio zählt in Prozent des Gesamtvermögens, nicht in Überzeugung.

Was die Fonds dieser Kategorie zeigen

Wo das Geld tatsächlich liegt

Die Kategorie umfasst 3 Fonds mit zusammen 18.6B Vermögen, und dieses Vermögen ist ungleich verteilt. Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C (XAIX) von Xtrackers verwaltet allein 9.4B, und die drei größten, Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C (XAIX), iShares Automation & Robotics UCITS ETF USD (Acc) (RBOT) und Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF (BOTZ), stehen für 100.0 % der Summe. Am anderen Ende verwaltet Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF (BOTZ) nur 3.3B. Größe ist kein Qualitätsnachweis, entscheidet aber zwei sehr konkrete Dinge: die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs, die Sie bei jeder Order tragen, und die Wahrscheinlichkeit, dass der Fonds in zehn Jahren noch existiert.

Der Kostenunterschied, in Euro

Die laufenden Kosten reichen von 0.35 % bei Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C (XAIX) bis 0.68 % bei Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF (BOTZ), also 0.33 Punkte Abstand, bei einem Durchschnitt der Kategorie von 0.48 %. Auf 10.000 € über zehn Jahre sind das rund 330 € zusätzliche Belastung, noch ohne die Rendite, die dieser Betrag selbst erwirtschaftet hätte. Es ist die einzige Größe des Vergleichs, die im Voraus bekannt ist: die vergangene Wertentwicklung wiederholt sich nicht, die Kosten wiederholen sich jedes Jahr.

Zwei Fonds derselben Kategorie halten nicht denselben Korb

Die 3 aufgeführten Fonds bilden 3 verschiedene Indizes ab, darunter Nasdaq Global Artificial Intelligence and Big Data, iSTOXX FactSet Automation & Robotics und Indxx Global Robotics & AI Thematic. Der größte folgt Nasdaq Global Artificial Intelligence and Big Data. Diese Vielfalt erklärt, warum zwei Fonds desselben Themas über ein Jahr mehrere Punkte auseinanderliegen können: sie halten andere Titel, gewichten sie anders und stellen zu anderen Terminen um. Jede Fondsseite nennt ihren Index, und dort beginnt ein ernsthafter Vergleich.

Abbildung und Domizil

Alle 3 Fonds der Kategorie bilden ihren Index physisch ab, halten also die Titel. Zu prüfen bleibt, ob der Fonds diese Titel verleiht, was das Basisinformationsblatt angibt, und in welchem Umfang: Leiherträge senken die tatsächlichen Kosten, das Kontrahentenrisiko kommt zum Marktrisiko hinzu.

2 der 3 Fonds sind in IE domiziliert, die übrigen in US. Das Domizil bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf erhaltene Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung, und es bestimmt zugleich Ihre eigene Besteuerung je nach Wohnsitzland.

Thesaurieren oder ausschütten

2 Fonds thesaurieren die Dividenden, 1 schütten sie aus. Die größte thesaurierende Klasse ist Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C (XAIX), die größte ausschüttende Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF (BOTZ). Die Wahl betrifft nicht die Rendite, beide Varianten desselben Index liefern vor Steuern dasselbe, sondern Steuern und Disziplin: die thesaurierende Klasse legt ohne Kosten und ohne Entscheidung wieder an, die ausschüttende zahlt Erträge, die im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig sind.

Alter und kritische Größe

Der älteste Fonds der Kategorie, iShares Automation & Robotics UCITS ETF USD (Acc) (RBOT), wurde am 2016-09-08 aufgelegt und hat damit 10 Jahre Historie, der jüngste, Xtrackers Artificial Intelligence & Big Data UCITS ETF 1C (XAIX), am 2019-01-29. Eine lange Historie zeigt, wie sich der Fonds in einem Rückgang verhalten hat, was keine Einjahreszahl leisten kann. Ein vor zwei Jahren aufgelegter Fonds hat nur ein einziges Marktregime erlebt.

Keiner der 3 Fonds verwaltet weniger als 100 Millionen, der kleinste ist Global X Robotics & Artificial Intelligence ETF (BOTZ). Die Kategorie ist damit vom Schließungsrisiko wegen zu geringer Größe frei, jenem Risiko, das einen Verkauf zum Zeitpunkt des Emittenten erzwingt.

Häufige Fragen

Was sind KI-ETFs?

KI-ETFs investieren in Unternehmen, die künstliche Intelligenz entwickeln oder einsetzen, einschließlich Chiphersteller wie NVIDIA, Cloud-Anbieter und Robotikfirmen. Prüfen Sie den Wert im Basisinformationsblatt genau jener Anteilsklasse, die Ihr Broker anbietet: zwei Klassen desselben Fonds können sich bei Kosten und Ausschüttung unterscheiden.

Sind KI-ETFs eine gute Investition?

KI ist eine transformative Technologie mit starkem langfristigem Wachstumspotenzial. KI-ETFs tragen jedoch Konzentrationsrisiko und hohe Bewertungen. Wichtiger als die Rangfolge ist, ob der abgebildete Index zu Ihrem Horizont und zu Ihrer Toleranz für einen Rückgang von dreißig Prozent passt, das kann keine Bewertung entscheiden.

Was ist der Unterschied zwischen KI-ETFs und Tech-ETFs?

KI-ETFs fokussieren sich auf Unternehmen mit signifikanten KI-Umsätzen. Tech-ETFs sind breiter gefasst. KI-ETFs sind tendenziell konzentrierter und volatiler. Über diese Zeiträume sagt die vergangene Wertentwicklung mehr über den Index als über den Fonds; deshalb wiegt der Vergleich hier Kosten, Größe und Abbildungsqualität.

Wie viel haben KI-ETFs abgeworfen?

KI-fokussierte ETFs haben seit 2023 starke Renditen erzielt, getrieben vom generativen KI-Boom. Thematische ETFs sind jedoch zyklisch. Über zehn Jahre wiegen die laufenden Kosten mehr als jeder Unterschied in der vergangenen Wertentwicklung: 0,20 % gegen 0,50 % auf 10.000 € sind rund 300 €, Zinseszins eingerechnet.