HDV
iShares Core High Dividend ETF
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
iShares Core High Dividend ETF (HDV) bildet den Index Morningstar Dividend Yield Focus ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von iShares. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: HDV eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in US domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.08 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 14.5B. Über fünf Jahre erzielte der Fonds durchschnittlich 9.0 % pro Jahr, gegenüber 15.7 % über drei Jahre. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als medium eingestuft. Aufgelegt am 2011-03-29, wird der Fonds in USD geführt und weist 15 Jahre Historie auf. Da HDV ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in US bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Die laufenden Kosten von 0,08 % setzen diesen Fonds auf Platz 4 von 21 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,35 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 8 € im Jahr und 80 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.
Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von Morningstar Dividend Yield Focus tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,08 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.
Der Fonds ist in den USA domiziliert, und das ist für einen europäischen Anleger vor allem anderen zu klären. Ein US-Fonds fällt nicht unter die UCITS-Regulierung: den meisten europäischen Brokern fehlt das Basisinformationsblatt, um ihn Privatanlegern anzubieten, und der Zugang hängt dann vom Status des Anlegers ab. Dazu kommen zwei eigene Steuerfolgen: Dividenden an einen Nichtansässigen unterliegen einer US-Quellensteuer, die das Abkommen bei vorliegendem Formular W-8BEN senkt, und direkt gehaltene US-Titel fallen oberhalb einer für Nichtansässige niedrigen Grenze unter die US-Erbschaftsteuer. Ein in Irland domiziliertes Äquivalent vermeidet beide Fragen.
Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.
Mit 14,5 Milliarden Volumen und 15 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von Morningstar Dividend Yield Focus, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
Morningstar Dividend Yield Focus wählt Unternehmen nach ihrer Dividende aus, und das ist eine Anlageentscheidung und keine bloße Messung. Eine hohe Rendite stammt entweder von einem solide zahlenden Unternehmen oder von einem, dessen Kurs gefallen ist, und der Filter unterscheidet das nicht immer: ein Dividendenindex ist mechanisch in Sektoren übergewichtet, die viel ausschütten, weil sie wenig zu investieren haben. Es zählen die Auswahlregel, oft mehrjährig steigende Dividenden, und die Sektorbegrenzung. Eine Dividende ist zudem keine Rendite: sie verlässt das Unternehmen, und der Kurs passt sich entsprechend an.
Über ein Jahr zeigt der Fonds 23,3 % gegenüber 9,0 % im annualisierten Fünfjahresschnitt: das letzte Jahr liegt deutlich über dem langen Mittel. Ein Abstand in dieser Richtung mahnt vor allem beim Einstiegszeitpunkt zur Vorsicht, denn was kürzlich stark gestiegen ist, kostet heute mehr als vor einem Jahr, und das lange Mittel beschreibt am besten, was zu erwarten ist.
0.08%
14.5B
14,547M USDMittel
184
Physisch
Ausschüttend
USD
US
Morningstar Dividend Yield Focus
iShares
2011-03-29 (15 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 14.5B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.08 % gehört zu den niedrigsten am Markt, ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Track Record
Aufgelegt 2011-03-29, hat dieser Fonds 15 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Mittleres Risiko, gutes Rendite-Risiko-Verhältnis für einen Horizont von 5+ Jahren.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | +1.8% |
| 3 Monate (gesch.) | – | +5.4% |
| 6 Monate (gesch.) | – | +11.1% |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | +9.1% |
| 1 Jahr | +23.3% | +23.3% |
| 3 Jahre | +15.7% | +55.0% |
| 5 Jahre | +9.0% | +53.7% |
| Seit Auflegung (15y) | +16.0% | +828.2% |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
So kaufen Sie diesen ETF
Wählen Sie Ihr Land im Menü, um verfügbare Broker und Depotarten zu sehen.
Über diesen ETF
Der iShares Core High Dividend ETF bildet den Morningstar Dividend Yield Focus-Index nach. Er wird von iShares mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in USD denominiert und in US domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.08 %.
Ähnliche ETFs
Häufige Fragen
Was kosten die 0,08 % laufenden Kosten von HDV wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 0.80 € im Jahr und etwa 8 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Ist HDV wirklich gestreut?
Weniger, als die Zahl der Positionen vermuten lässt. Morningstar Dividend Yield Focus gewichtet nach Marktkapitalisierung, sodass die größten Unternehmen einen Anteil ausmachen, der weit über ihrer Zahl liegt, und diese Konzentration nimmt zu, ohne dass eine Regel sich ändert. Die nützliche Prüfung ist das Gewicht der zehn größten Positionen, monatlich von iShares veröffentlicht: es sagt, von wie vielen Unternehmen das Ergebnis tatsächlich abhängt.
Was sollte man bei HDV einmal im Jahr prüfen?
Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von Morningstar Dividend Yield Focus, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.
Verleiht HDV die gehaltenen Wertpapiere?
Wahrscheinlich teilweise: die meisten physischen Fonds betreiben Wertpapierleihe zur Kostensenkung, und iShares nennt den Anteil im Jahresbericht. Die Leiheerträge bringen einige Hundertstel Prozentpunkte, geteilt zwischen Fonds und Emittent. Das Risiko liegt beim Entleiher, besichert über den verliehenen Betrag hinaus, und es steht im Prospekt und nicht in der ausgewiesenen Kostenquote.
Kann ein europäischer Anleger HDV kaufen?
Nicht immer. Dieser Fonds fällt nicht unter UCITS, sodass den meisten europäischen Brokern das Basisinformationsblatt fehlt, um ihn Privatanlegern anzubieten. Zwei Folgen: eine US-Quellensteuer auf Dividenden, durch Abkommen gesenkt, wenn ein W-8BEN vorliegt, und US-Titel, die oberhalb einer für Nichtansässige niedrigen Grenze unter die US-Erbschaftsteuer fallen.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.