RPV
Invesco S&P 500 Pure Value ETF
Veröffentlicht von Radif Partners · Aktualisiert am
Übersicht
Invesco S&P 500 Pure Value ETF (RPV) bildet den Index S&P 500 Pure Value ab und hält dessen Bestandteile direkt, eine physische Replikation unter der Verwaltung von Invesco. Dividenden werden an die Anleger ausgeschüttet statt wiederangelegt: RPV eignet sich für regelmäßige Erträge. Der Fonds ist in US domiziliert, was die Quellensteuer auf seine Dividenden bestimmt. Die jährlichen Kosten betragen 0.35 % des Vermögens, und der Fonds verwaltet 1.6B. Über fünf Jahre erzielte der Fonds durchschnittlich 8.2 % pro Jahr, gegenüber 19.8 % über drei Jahre. Er ist nicht für den französischen PEA zugelassen, kann aber im deutschen Depot, im Wertpapierkonto oder in einem britischen ISA gehalten werden. Das Risiko wird als medium eingestuft. Aufgelegt am 2006-03-01, wird der Fonds in USD geführt und weist 20 Jahre Historie auf. Da RPV ausschüttet, ist jede Zahlung im Jahr des Zuflusses steuerpflichtig, mit Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag, nach Abzug des Sparerpauschbetrags und der Teilfreistellung von 30 % bei einem Aktienfonds. Die Domizilierung in US bestimmt die Quellensteuer, die der Fonds selbst auf die erhaltenen Dividenden trägt, eine in den ausgewiesenen Kosten unsichtbare, in der Wertentwicklung aber vorhandene Belastung.
Die laufenden Kosten von 0,35 % setzen diesen Fonds auf Platz 167 von 225 vergleichbaren Fonds, deren Median bei 0,19 % liegt. Auf 10.000 € sind das rund 35 € im Jahr und 350 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag, täglich abgezogen und auf keiner Abrechnung sichtbar: sie zeigen sich im Abstand zwischen Fonds- und Indexentwicklung. Auf diesem Niveau, weder niedrig genug als Argument noch hoch genug als Hindernis, entscheidet anderes: der abgebildete Index, die Ausschüttungspolitik und was der Broker beim Kauf verlangt.
Die Abbildung ist physisch: der Fonds hält die Titel von S&P 500 Pure Value tatsächlich, womit sein Inhalt im Bericht des Emittenten Position für Position nachprüfbar ist. Zwei Punkte lohnen den Blick. Zuerst die Wertpapierleihe, die die meisten physischen Fonds zur Kostensenkung betreiben: sie bringt einige Hundertstel Prozentpunkte und schafft eine Forderung an den Entleiher, besichert durch Sicherheiten; der Jahresbericht nennt den verliehenen Anteil. Dann das Rebalancing: jede Änderung der Indexzusammensetzung zwingt den Fonds zu Käufen und Verkäufen, und diese internen Kosten stehen nicht in den ausgewiesenen 0,35 %. Deshalb folgen zwei Fonds mit gleicher Quote ihrem Index nicht gleich genau.
Der Fonds ist in den USA domiziliert, und das ist für einen europäischen Anleger vor allem anderen zu klären. Ein US-Fonds fällt nicht unter die UCITS-Regulierung: den meisten europäischen Brokern fehlt das Basisinformationsblatt, um ihn Privatanlegern anzubieten, und der Zugang hängt dann vom Status des Anlegers ab. Dazu kommen zwei eigene Steuerfolgen: Dividenden an einen Nichtansässigen unterliegen einer US-Quellensteuer, die das Abkommen bei vorliegendem Formular W-8BEN senkt, und direkt gehaltene US-Titel fallen oberhalb einer für Nichtansässige niedrigen Grenze unter die US-Erbschaftsteuer. Ein in Irland domiziliertes Äquivalent vermeidet beide Fragen.
Die Erträge werden ausgeschüttet: der Fonds zahlt die erhaltenen Dividenden aus, meist ein- bis viermal im Jahr. Für einen Anleger, der vom Depot lebt, ist das das Richtige, denn das Einkommen kommt ohne Verkauf. In der Ansparphase ist es auf einem steuerpflichtigen Konto ein Nachteil: jede Ausschüttung wird im Jahr des Zuflusses besteuert, und der wieder angelegte Betrag ist vorher gemindert. Die Wiederanlage von Hand kostet zudem jedes Mal eine Ordergebühr und lässt häufig Restliquidität liegen, weil der Anteilspreis nicht erreicht wird. Eine thesaurierende Klasse auf denselben Index löst die Frage, wo sie existiert.
Mit 1,7 Milliarden Volumen und 20 Jahren Bestand hat dieser Fonds die Größe und die Geschichte, die eine Schließung unwahrscheinlich und die Handelsspanne eng machen. Bleiben drei Prüfungen einmal im Jahr, die nicht vom Markt abhängen. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von S&P 500 Pure Value, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt; dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne dass es angekündigt wurde.
S&P 500 Pure Value wendet einen Bewertungsfilter an: er nimmt Unternehmen, die im Verhältnis zu ihren Zahlen günstig sind. Der Unterschied zu einem breiten Index entsteht daher nicht zufällig, sondern durch eine Entscheidung, und er wird mit langen Rückstandsphasen bezahlt, manchmal einem Jahrzehnt, vor schnellen Aufholbewegungen. Zwei technische Punkte entscheiden: die vom Index gewählte Definition von Value, ein Verhältnis zum Gewinn oder zum Buchwert, die immaterielle Vermögenswerte völlig unterschiedlich behandeln; und die Rebalancing-Frequenz, die bestimmt, wie schnell das Portfolio dem Filter folgt.
Über ein Jahr zeigt der Fonds 19,0 % gegenüber 8,2 % im annualisierten Fünfjahresschnitt: das letzte Jahr liegt deutlich über dem langen Mittel. Ein Abstand in dieser Richtung mahnt vor allem beim Einstiegszeitpunkt zur Vorsicht, denn was kürzlich stark gestiegen ist, kostet heute mehr als vor einem Jahr, und das lange Mittel beschreibt am besten, was zu erwarten ist.
0.35%
1.6B
1,650M USDMittel
506
Physisch
Ausschüttend
USD
US
S&P 500 Pure Value
Invesco
2006-03-01 (20 Jahre)
Kontextanalyse
Fondsgröße
Mit 1.6B Fondsvolumen ist dies ein großer Fonds, gute Liquidität und enge Spreads.
Kostenpositionierung
Eine TER von 0.35 % entspricht dem Marktdurchschnitt (~0,35 %).
Track Record
Aufgelegt 2006-03-01, hat dieser Fonds 20 Jahre Historie, langer und verlässlicher Track Record.
Risikoprofil
Mittleres Risiko, gutes Rendite-Risiko-Verhältnis für einen Horizont von 5+ Jahren.
Wertentwicklung
Renditeübersicht
| Zeitraum | Rendite p.a. | Kumuliert |
|---|---|---|
| 1 Monat (gesch.) | – | +1.5% |
| 3 Monate (gesch.) | – | +4.4% |
| 6 Monate (gesch.) | – | +9.1% |
| Lfd. Jahr (gesch.) | – | +7.5% |
| 1 Jahr | +19.0% | +19.0% |
| 3 Jahre | +19.8% | +71.9% |
| 5 Jahre | +8.2% | +48.0% |
| Seit Auflegung (20y) | +15.6% | +1729.8% |
Eckdaten
Fondsprofil
Themen & Regionen
Positionen
Risiko
So kaufen Sie diesen ETF
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Über diesen ETF
Der Invesco S&P 500 Pure Value ETF bildet den S&P 500 Pure Value-Index nach. Er wird von Invesco mittels physisch Replikation verwaltet und folgt einer ausschüttend Ausschüttungspolitik. Der Fonds ist in USD denominiert und in US domiziliert. Die Gesamtkostenquote (TER) beträgt 0.35 %.
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Häufige Fragen
Was kosten die 0,35 % laufenden Kosten von RPV wirklich?
Sie werden dem Fondsvermögen laufend entnommen und nie separat abgerechnet: bei 1.000 € Anlage sind das rund 3.50 € im Jahr und etwa 35 € über zehn Jahre bei gleichbleibendem Betrag. Das ist der einzige Kostenblock des Fonds selbst. Dazu kommen die Ordergebühr Ihres Brokers und die Handelsspanne, die bei kleinen, häufigen Käufen am stärksten wiegen.
Wie kauft man RPV und an welchem Platz?
Über jeden Broker, der die ISIN US46137V3681 führt. Dieselbe Strategie existiert oft in mehreren Anteilsklassen mit unterschiedlichen Kosten und Ausschüttungspolitiken, und es zählt die gekaufte Klasse, nicht die gelesene: prüfen Sie die ISIN und nicht den Namen. Ein Limitauftrag vermeidet die Spanne eines dünnen Orderbuchs, besonders außerhalb der Handelszeiten der Basismärkte.
Ist RPV wirklich gestreut?
Weniger, als die Zahl der Positionen vermuten lässt. S&P 500 Pure Value gewichtet nach Marktkapitalisierung, sodass die größten Unternehmen einen Anteil ausmachen, der weit über ihrer Zahl liegt, und diese Konzentration nimmt zu, ohne dass eine Regel sich ändert. Die nützliche Prüfung ist das Gewicht der zehn größten Positionen, monatlich von Invesco veröffentlicht: es sagt, von wie vielen Unternehmen das Ergebnis tatsächlich abhängt.
Was sollte man bei RPV einmal im Jahr prüfen?
Drei Dinge, keines marktabhängig. Die laufenden Kosten, die ein Emittent ohne Vorankündigung ändert und deren Abstand zum Wettbewerb sich umkehren kann. Die Tracking-Differenz, die einzige Zahl, die sagt, ob die Abbildung genau bleibt. Und die Methodik von S&P 500 Pure Value, die Auswahl- oder Gewichtungsregeln ändern kann, ohne dass der Fondsname sich bewegt: dann hat sich Ihr Bestand geändert, ohne Ankündigung.
Verleiht RPV die gehaltenen Wertpapiere?
Wahrscheinlich teilweise: die meisten physischen Fonds betreiben Wertpapierleihe zur Kostensenkung, und Invesco nennt den Anteil im Jahresbericht. Die Leiheerträge bringen einige Hundertstel Prozentpunkte, geteilt zwischen Fonds und Emittent. Das Risiko liegt beim Entleiher, besichert über den verliehenen Betrag hinaus, und es steht im Prospekt und nicht in der ausgewiesenen Kostenquote.
Dieses Ranking dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Die angezeigte Wertentwicklung ist simuliert.